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Die Somali

Viele Jahre hindurch konnte man immer wieder diesen Katzen begegnen, doch von den Züchtern wurden sie totgeschwiegen, von einer neuen Rasse wurde schon gar nicht geredet. Für die Jungen mit langem Haar in den kurzhaarigen Abessinierwürfen wurden Perserkater verantwortlich gemacht. Das zeigt, was Züchter voneinander halten: sind doch Abessinierdamen nicht ohne weiteres Perserkatern zugänglich. Eine amerikanische Züchterin, für die "kurzhaarig" nicht "kurzsichtig" bedeutete, fand die Lösung und bekannte sich zu den Langhaarigen. Sie alle hatten gleiche Vorfahren in den Ahnentafeln und die müssen ein Langhaar-Gen besessen haben.

1972 gab es in den USA den ersten Somali- Club - so hatte man die Neuen aus naheliegenden geographischen Gründen getauft -, der in echter Vereinstradition von den Abessinier-Clubs kräftig befeindet wurde. 1975 kam die offizielle Anerkennung mit einem vorläufigen Standard. Doch die Rasse ist bisher wenig durchgezüchtet (sind die Somalis deshalb so anziehend?); es gibt große kräftige Kater, die wie Luchse wirken und kleine grazile nebeneinander. Es ist aber nicht nur das längere Fell, das den Rassenunterschied ausmacht: Somalis sind insgesamt größer als die Abessinier, auf jeden Fall widerstandsfähiger und haben auch ein unbekümmerteres Wesen. Wer zum ersten Mal eine Somali sieht, ist von diesem kraftvollen fuchsfarbenen Wesen mit der großen Lunte (Jägerausdruck für Fuchsschwanz) und den riesigen grün-goldenen Augen überwältigt. Deshalb sind auch die wenigen Somalis auf Ausstellungen die Anziehungspunkte.  
 

Eine Somali hat große, breite und kelchförmige Ohren, die innen behaart sind. Die dunklen Augenlider lassen die Augen noch ausdrucksvoller erscheinen. Ihr Fell ist weich im Griff, außerordentlich fein und sehr dicht. Je dichter, um so besser. Das mittellange Haarkleid soll eine gut entwickelte Halskrause und Höschen zeigen. Die Einzelhaare müssen gleichmäßig gebändert (= ticking) sein, an der Haarwurzel mit Aprikosenfarbe beginnend, beziehungsweise schwarz bei Wildfarbe, schokoladebraun bei sorrel (=rot), stahlblau bei blue und mit dunklem Creme bei beige-fawn. Für mich sind die Wildfarbe und das leuchtende Kupferrot unübertrefflich für diese schönen Katzen. Aber auch mit den beiden Verdünnungsfarben blue und fawn freunde ich mich so langsam an.

4. Farbspektrum:

Die Somali wird in folgenden anerkannten Farbschlägen gezüchtet:

 - wildfarben (ruddy)
Ticking, Fußballen, Umrandungen, Sohlenstreifen und Schwanzspitze sind schwarz.
Die Unterfellfarbe ist ein warmes Rot-Braun.





- sorrel (genetisch cinnamon):

das kupferrote Unterfell mit schokoladenbraunem Ticking verleiht das Aussehen eines Rotfuchses.

- blau (Verdünnung von wildfarben):
Das Ticking ist stahlblau/grau bei creme- bis apricotfarbenem Unterfell.

- fawn (Verdünnung von sorrel):
Ticking in der Farbe von dunklem. warmem Creme mit einem Hauch von Flieder bei einem matt cremefarbenen Unterfell.

- Zu den oben aufgeführten Farbschlägen gibt es die zugehörige Silber-Varietäten, bei denen das Unterfell reinweiß ist:
black-silver - sorrel-silver - blue-silver - fawn-silver


 

Somalis bekommen nur kleine Würfe, meist drei bis vier Kätzchen, dabei ist das Verhältnis von Katern zu Kätzinnen hoch. Das bedeutet, daß diese Rasse selten bleiben wird.
 


Die Somali ist:

  • eine Spielerin voller Ausdauer
  • ein Artist zwischen Gläsern und Vasen (ohne Bruch-Effekt)
  • ein komödiantischer Alleinunterhalter mit wechselndem Programm
  • anschmiegsam und verträglich
  • immer wieder ein beglückend schöner Anblick
  • die Somali hat eine besonders melodische Altstimme